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Fokus der Finanzverwaltung liegt auf Unterstützung der Unternehmen - starke Verzögerungen bei Alltagsgeschäft zu erwarten/Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus

25.03.2020

Fokus der Finanzverwaltung liegt auf Unterstützung der Unternehmen - starke Verzögerungen bei Alltagsgeschäft zu erwarten/Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus

Pressemitteilung ESt Kampagne VZ 2019

Das baden-württembergische Finanzministerium hat zusammen mit den anderen Landesfinanzministerien und dem Bundesfinanzministerium den Weg freigemacht für steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen, die wirtschaftlich von der Corona-Pandemie betroffen sind.

Unternehmen, bei denen es aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus zu Beeinträchtigungen kommt, stehen verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter zur Verfügung.
Auf Antrag besteht die Möglichkeit, laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabzusetzen oder auszusetzen. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden und Säumniszuschläge können erlassen werden. Auch auf Vollstreckungsmaßnahmen kann unter bestimmten Voraussetzungen vorübergehend verzichtet werden. Wir empfehlen betroffenen Unternehmen, frühzeitig Kontakt mit dem zuständigen Finanzamt aufzunehmen.

Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus

Die Auswirkungen des Corona-Virus bedrohen nicht nur die persönliche Gesundheit, sondern auch die wirtschaftliche Existenz vieler Personen und Unternehmen. 
Um steuerliche Erleichterungen schnell, unkompliziert und unbürokratisch gewähren zu können, finden Sie hier ein vereinfachtes Antragsformular für Stundungen bzw. Anpassungen von Vorauszahlungen, welches bei Ihrem zuständigen Finanzamt einzureichen ist. Die vereinfachte Stundungsregelung gilt für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer.
Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer können nicht gestundet werden. Für diese Steuerabzugsbeträge im Sinne des § 222 Satz 3 und 4 Abgabenordnung besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Vollstreckungsaufschub beim Finanzamt einzureichen.

Im Fall einer Stundung von Umsatzsteuer aufgrund einer Umsatzsteuer-Voranmeldung  ist das SEPA-Lastschriftmandat rechtzeitig und einmalig zu widerrufen. Dies ist entsprechend Ihrer bisherigen Übermittlungsweise von Umsatzsteuer-Voranmeldungen über Mein ELSTER  ( "Stundung - Mein ELSTER - Wegweiser USt-Voranmeldung") oder mit Vordruck USt 1 A ("Stundung - Wegweiser - Papiervordruck USt-Voranmeldung") möglich.
Die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für das Jahr 2020 kann auf Antrag teilweise oder vollständig (d.h. auf 0,- Euro) herabgesetzt werden. Erforderlich ist, dass der Unternehmer unter Darlegung seiner Verhältnisse nachweist, dass er unmittelbar und nicht unerheblich von der aktuellen Corona-Krise betroffen ist. Der einfachste und schnellste Weg der Antragstellung zur Herabsetzung besteht in der Übermittlung einer berichtigten Anmeldung via ELSTER ("Erstattung Sondervorauszahlung - Mein ELSTER - Wegweiser") (www.elster.de) oder des Papiervordrucks USt 1 H "Dauerfristverlängerung/Sondervorauszahlungen" ("Erstattung Sondervorauszahlung - Papiervordruck USt 1 H - Wegweiser").
Die Übermittlung einer berichtigten Anmeldung hat keine Auswirkung auf eine gewährte Dauerfristverlängerung nach § 46 UStDV; diese bleibt unverändert bestehen.

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